Flüeler Familiengeschlechter
FA_Infanger.gif (4699 Byte) Infanger

Wappen: In Blau stehende silberne Mondsichel auf goldenem Dreiberg überhöht von drei goldenen Sternen.

Stammvater ist Heiri am Bifang, der 1500 das Landrecht erhält. Kaspar, von Flüelen, des Rats (+ 1691)

Infanger Friedrich: geboren am 10. November 1866 in Flüelen; wanderte in jungen Jahren nach Amerika aus, kehrte 1896 zurück und gründete eine mechanische Schreinerei; 1906-1912 Gemeinderat, davon 1910-1912 als Präsident; 1920-1931 Regierungsrat; Mitbegründer des Schweizer-Clubs in Amerika (1892); Präsident der Schützenhaus-Baukommission (1901-1903); Mitbegründer der freiwilligen Feuerwehr (1902), von 1915-1926 deren Kommandant.
Seine beiden Söhne sind ebenfalls in der Politik tätig. Adolf, geboren 16.1.1902, ist Gemeinderat (1935-1941), Mitglied des Obergerichts (1947-1958) und Landrat (1952-1964, Präsident 1963-1964). Franz Infanger-Zwyssig, geboren am 13.4.1911, wird Gemeindepräsident (1951-1954, Gemeinderat 1941-1954) und Oberrichter (1963-1975).

Regierungsräte
Infanger Friedrich (1866): 1920-1931

Landratspräsidenten
Infanger Adolf (1902): 1963-1964

Landräte
Infanger Martin: 1847-1866
Infanger Franz: 1874-1888
Infanger Karl (1891): 1940-1946
Infanger Adolf (1902): 1952-1964

Gemeindepräsidenten
Infanger Karl
: 1845-1847
Infanger Martin: 1856-1860
Infanger Franz: 1868-1870
Infanger Friedrich: 1910-1912
Infanger Franz: 1951-1954


FA_Muheim.gif (5064 Byte) Muheim

Wappen: in Gold eine schwarze Hausmarke mit zwei Sternen; Variante: in Gold ein schwarzer geschweifter Sparren, beleitet von drei schwarzen Heimchen (Grillen; Urner Dialekt: Muheime). 

Das Geschlecht Muheim
wird erstmals 1321 in Bürglen mit Claus, Zinsbauer des Zürcher Fraumünsters, erwähnt.

Muheim Anton: geboren 1916 in Luzern, Bürger von Flüelen und Luzern; Sohn von Stadtrat Anton Muheim aus Flüelen; Kantonsschule in Luzern; Studium der Rechte und der Volkswirtschaft in Zürich und Bern; Dr. iur, Anwaltspatent 1942; 1943-1959 Mitglied des grossen Stadtrates von Luzern; Präsident der Sozialdemokratischen Partei des Kantons Luzern; 1959 Wahl in den Luzerner Regierungsrat; 1965 Schultheiss des Standes Luzern; 1963 Wahl in den Nationalrat.

Muheim Franz: geboren 1923 in Altdorf, Bürger von Flüelen (Axen); Sohn von Franz Muheim, kaufmännischer Angestellter MFA; Kollegium in Altdorf, Studium der Rechtswissenschaften in Bern; Fürsprech und Notar in Altdorf; 1956-59 Gemeindepräsident in Altdorf; 1959-1972 Landrat (CVP); 1981-1987 Ständerat; 1987-1991 Exekutivrat Unesco.

Muheim Gustav: geboren 1894 in Altdorf; Bürger von Flüelen (Axen); 1914 Eintritt in den Benediktinerorden (Pater Franz Xaver), 1918 Priesterweihe; Studium der Geologie, Dr. phil.; Professor und Präfekt am Kollegium in Altdorf; 1946 auf einer geologische Exkursion am Grossen Ruchen verunglückt. Seine ehemaligen Schüler haben ihm 1947 in der Nähe der Windgällenhütte ein Gedenkkreuz errichtet (nach einem Entwurf von Heinrich Danioth).

Landratspräsidenten
Muheim Josef (1878): 1910-1911

Landräte
Muheim Josef (1762): 1814-1840
Muheim Jakob Josef: 1841-1846
Muheim Anton: 1856-1874
Muheim Nikolaus: 1874-1880
Muheim Josef (1878): 1906-1932
Muheim Maria (1858): 1888-1892
Muheim-Falk Maria (1953): 2000-2004

Obergerichtspräsidenten
Muheim Josef (1878): 1932-1947

Gemeindepräsidenten
Muheim Karl: 1819
Muheim Nikolaus: 1829-1833
Muheim Jakob Josef: 1841-1843; 1849-1850
Muheim Nikolaus: 1870-1872
Muheim Maria: 1886-1888
Muheim Josef: 1904-1906


FA_Poletti.gif (1692 Byte) Poletti

Wappen: In von Schwarz und Gold geteiltem Schild ein von einem goldenen Kreuz überhöhter, rot bewehrter Hahn in verwehselten Farben und grünlichen Schwanzfedern, den rechten Fuss erhoben, auf einem grünen Dreiberg stehend. 

Luigi Poletti, in Clusone, Bergamo geboren, kam in den Neunzigerjahren des 19. Jahrhunderts zu den Gruonbachverbauungen nach Flüelen. Er war Träger und Einkäufer für die Arbeiterkolonie tätig. Nach Fertigstellung der Verbauung arbeitet er in der Dynamitfabrik Isleten. Daneben betrieb er mit seiner Familie in Flüelen einen kleinen Gemüse- und Obsthandel. Im Jahre 1897 verheiratete er sich mit Anna Vonbüren. Der Ehe entsprossen fünf Söhne und eine Tochter. Der Familie wurde 1914 das Flüeler Bürgerrecht erteilt. Luigi Poletti starb am 18. September 1926 in Flüelen.
UW 116, 25.89.1926

Landratspräsidenten
Poletti Alfred (1929): 1974-1975

Landräte
Poletti Franz (1897): 1948-1960
Poletti Alfred (1929): 1964-1980

Gemeindepräsidenten
Poletti Franz (1897): 1940-1942


FA_Schilter.gif (2760 Byte) Schilter

Wappen: in rot goldener Stern über drei silbernen Schilder (mehrere Varianten)

Das Geschlecht Schilter stammt von der Schilti in Morschach. Ein Zweig der Schwyzer Familie übersiedelte nach Uri. In Flüelen besitzen Schilter seit 1496 das Bürgerrecht. Mathias und Jakob fielen in der Schlacht von Marignano 1515.

Gemeindepräsidenten
Schilter Johann: 1898-1900


FA_Walker.gif (6117 Byte) Walker

Wappen: in Gold eine schwarze Walke über grünem Dreiberg auf goldenem Grund

Aus dem Wallis im 15. Jahrhundert in Gurtnellen eingewanderte Familie; dehnte sich danach rasch auf andere Urner Gemeinden aus. Peter Walker erhielt 1500 das Urner Landrecht.

Gemeindepräsidenten
Walker Josef Maria: 1823
Walker Franz: 1837-1839
Walker Michael: 1860-1862
Walker Johann Josef: 1906-1908


FA_Zgraggen.gif (6120 Byte) Zgraggen

Wappen: geviertelt; 1. und 4. Viertel in Blau goldener Halbmond und Stern; 2. und 3. Viertel in Gold schwarze Dohle über grünem Dreiberg. Die Abbildung zeigt das Wappen der Linie von Landammann Josef Maria Zgraggen.

Name: Der Name Zgraggen leitet sich von den Gütern "zu Graggen" in Gurtnellen und von "Graggi" in Schattdorf ab. Der Fraumünster-Rodel erwähnt zu Schattdorf 1300 "ze Gracun" und 1321 "ze Graggen".

Das Historisch-Biographische Lexikon unterscheidet drei Linien: die Schattdorfer, Silener und Altdorfer Linie. Mit Landammann Josef Maria Zgraggen nahm ein Spross der Silener Linie im Schloss Rudenz in Flüelen Wohnsitz.Sohn Franz Xaver wurde ebenfalls urner Landammann und hatte im Schloss Rudenz Wohnsitz.


FA_Ziegler.gif (3870 Byte) Ziegler

Wappen: in Blau drei rote Ziegel mit goldenem Stern

Als Stammvater gilt Hans von Zofingen, der zur Zeit der Reformation nach Seelisberg übersiedelte und 1531 mit drei Söhnen das Urner Landrecht erhielt.

Landräte
Ziegler Karl (1917): 1960-1964

Gemeindepräsidenten
Ziegler Anton: 1890-1891
Ziegler Josef: 1892-1894
Ziegler Anton (1907): 1959-1962
Ziegler Karl (1917): 1963-1964


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