| Ehemaliges kirchliches Brauchtum |
| St. Nikolaus |
| Bis ins 19. Jahrhundert wurden die kirchlichen Festtage St. Nikolaus, Weihnachten und Heilige Drei Könige auf der Strasse durch mehr oder weniger feierliche Umzüge gefeiert. Am Abend des Namenstages des Heiligen Nikolaus (6. Dezember) hüllte man einen jungen Mann in das Ornat des kinderfreundlichen Bischofs. Mit Niffel und Hirtenstab angetan, trug man ihn auf einem Thron durch das Dorf. |
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| Weihnachten |
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Das Umgleiten an Weihnachten gestaltete sich
feierlicher. Nebst der heiligen Familie waren biblische Persönlichkeiten
wie St. Anna, St. Joachim, Zacharias und Elisabeth, der hl. Johannes mit
Pelzkleid und dem Kreuzstab in der Hand, sowie Engel, Blumenmädchen, Hirten
usw. vertreten. Die Umziehenden sangen fromme Lieder. Der Sigrist trug ein Kruzifix von Haus zu Haus, welches er zum Küssen herumreichte. Bei diesem Anlasse überreichte er auch dem Familienoberhaupt ein kleines Päckchen Weihrauch nebst Neujahrswunsch, was ihm natürlich ein kleines Entgelt an die magere Besoldung einbrachte |
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| Heilige Drei Könige |
| Am Tag der Heiligen Drei Könige geleitete man die drei Weisen aus dem Morgenland mit dem Stern durchs Dorf. |
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| Ostern |
| Zu Ostern zogen die Eierbuäbä von Bauernhaus zu Bauernhaus. Das Treiben nennt sich "Eiergaaggerä". Die muntere, von Musik begleitete Gesellschaft nahm nicht nur Gebäck und Eier entgegen, sondern verachteten auch Schwarzes mit Nytlä nicht (1). |
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| Christi Himmelfahrt |
| Am Feste Christi Himmelfahrt wurde in der Kirche die Auffahrt gefeiert, indem ein Bild von dem auferstandenen Heiland von Engelein begleitet in die Höhe gezogen wurde. |
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| Literatur: Müller Robert, Flüelen - seine Geschichte und Entwicklung, S. 25. 1) Flüelen, S. 54. |
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