| "Föhnwacht" von Heinrich Danioth | |
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Der Gedanke, das neue Gebäude mit einem künstlerischen Schmuck auszustatten,
war bereits 1942 aufgetaucht. Der eigentliche Initiator war der Stanser Bildhauer Hans von
Matt, der Freund und spätere Biograph Heinrich Danioths. Die
Aufgabe bestand darin, die Wartehalle des neuen Bahnhofgebäudes malerisch
auszuschmücken. Die Entwurfsarbeiten zogen sich über ein ganzes Jahr hin. Die Suche nach
einem geeigneten Thema war für Danioth ein langwieriger Prozess. Am Anfang stand die
Idee, an der Bedeutung Flüelens als einstiger wichtiger Umschlagplatz des
Gotthard-Transits anzuknüpfen. Eine zweite Idee verdichtete er immer noch ortsbezogen im
Bildthema "Bucht der Fischer". Zwei Tage vor Eingabetermin aber geschah etwas
völlig Unerwartetes. Den Maler überfiel "sozusagen naturgewaltig wie der Föhn
selber" eine neue Idee und liess ihn nicht mehr los. Der eingereichte Entwurf
"Föhn" überzeugte die Eidgenössische Kunstkommission in jeder Beziehung und
dem Künstler wurde der Auftrag erteilt. Mitten im Zweiten Weltkrieg, im November 1944,
wurden der neue Bahnhof und das neuentstandene Wandbild "Föhnwacht"
eingeweiht.
Heinrich Danioth, Föhnwacht, 1944, Keim-Mineralfarben, 200 x 506 cm, Werkverzeichnis 44.22, Wandbild im SBB-Wartsaal in Flüelen, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft |
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| Literatur: Iten Karl, Heinrich Danioth - Föhnwacht, Altdorf 1996. Fotos: |
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