| Ansicht von Flüelen von William Turner (1775-1851) |
![]() William Turner, Fluelen: looking towards the Lake: sample study 1847, Nr. 118; Yale Center for British Art |
|
|
|
Turner Joseph Mallord William, * 23.4.1775 London; + 19.12.1851 London; Gemäss Kindlers Malerei Lexikon können Turners Landschaften und Seestücke als Höhepunkte der englischen Romantik angesehen werden. Ausserdem malte er auch Figurendarstellungen und Genreszenen. Er war sicher der originellste Künstler und einer der
genialsten Landschaftsmaler überhaupt. Turner besuchte Flüelen auf seinen Reisen mehrmals: 15. Juli - 20. Oktober 1802; Ende Juli 1841, August 1842, 1843. 1845 fertigte er zwei Aquarelle nach seinen Skizzen (Aquarell Fluelen: "looking towards the Lake: sample study" befand sich 1982 im Yale Center for British Art (W. 1541)). Das Aquarell "Fluelen: looking towards the Lake: sample study" (Flüelen, zum See schauend) fällt in der Serie von 1845 durch seine extreme Zerrissenheit auf, besonders merkbar im Verhältnis des kleinen Dorfes zu dem Felsen, welcher im Hintergrund aufgetürmt ist. Als Pendant zu dieser Ansicht könnte das Sujet des Aquarells "Flüelen, vom Vierwaldstättersee aus gesehen" ("Fluelen: looking from Lake Lucerne: sample study) gedacht sein Aquarell "Fluelen: looking from Lake Lucerne: sample study" befand sich 1982 (W. 1549) 1982 im Cleveland-Museum of Art, Ohio, USA). Normalerweise ein Einzelgänger, hatte Turner auf seiner Festlandreise gern geselligen Verkehr. Sein Hauptziel neben dem Louvre waren die Alpen, die ihn schon immer gelockt hatten, seitdem er sie nach Aquarellen von John Robert Cozens kopiert hatte. Der Romantiker erlebte das Erhabene vor allem angesichts der gewaltigsten Erscheinungsformen der Natur. Ein tosendes Meer oder ein ragender Berg gemahnte ihn an die Vergänglichkeit der von Menschenhand geschaffenen Ordnung. Der Gedanke umschloss Furcht -- und zugleich Freude. Seine Kritiker wandten ein, dass ein Turner-Gemälde immer so aussehe, als sei es nicht fertig. Die Formen würden nicht klar hervortreten, ganze Bildabschnitte bleiben undeutlich. Turners Pinselschrift fehle die glatte Vollendung, die die akademische Tradition vorschrieb. Auch seine Farben verärgerten. Nicht nur, dass sie verwirrende Tropfen und Klümpchen bildeten, sie schienen auch ziemlich willkürlich gewählt. |
|
|
![]() William Turner, Fluelen: looking from Lake Lucerne: sample study" befand sich 1982 (W. 1549) 1982 im Cleveland-Museum of Art, Ohio, USA). |
|
|
| Literatur: Hirsh Diana, Turner und seine Zeit 1775-1851, S. 58 f. |
|
|
Übersicht: www.fluelen.ch Letzte Aktualisierung: 15.5.2002 |